[Observations on the biology and the behavior of the rock crab Grapsus grapsus L. (Brachyura grapsidae) on the Galapagos Islands and the mainland of Ecuador].
Openalex
Resumen
Zusammenfassung 1 Wahrend eines einjahrigen Aufenthaltes auf den Galapagosinseln wurde die Klippenkrabbe Grapsus grapsus L. unregelmasig und am ekuadorianischen Festland bei Palmar in der Nahe von Guayaquil funf Tage lang beobachtet. 2 G. grapsus bewohnt die Gezeitenzone von Felskusten und lebt im wesentlichen von dem hier gedeihenden Algenbewuchs. 3 Landlebende Feinde sind auf Galapagos vor allem die beiden kleinen Reiher Butorides sundevalli und Nyctanassa violacea. Im Wasser drohen Raubfische (z. B. Cirrhitus rivulatus) und Kraken. Auf dem ekuadorianischen Festland kommen Kleinbaren als Landfeinde vor. 4 Die Galapagos-Klippenkrabben sind, verglichen mit den ekuadorianischen Artgenossen, vor allem prachtiger gefarbt und bedeutend groser. Zum Teil variieren sie farblich ein wenig von Insel zu Insel. 5 Als bemerkenswerte sekundare Geschlechtsmerkmale werden Grosen-unterschiede und dichte, an den Propoditen der ersten beiden Laufbeinpaare befindliche Bursten beschrieben, die den ausgewachsenen ♀♀ fehlen. 6 An den Oberseiten der Laufbeine stehen Reihen von Haaren, die wahrscheinlich der Wahrnehmung des gegenseitigen Betastens mit den Daktylopoditen dienen. 7 Klippenkrabben gehen langsam vorwarts oder etwas schrag, auf der Flucht oder als Verfolger rennen sie seitwarts. Sie springen geschickt von Fels zu Pels und schwimmen mit raschen Schlagen der dorsoventral abgeflachten Laufbeine kurzere Strecken uber die Wasseroberflache hinweg. 8 Die Krabben zupfen mit den vorn beiszangenartig verbreiterten Scheren Algenbewuchs ab. Sie fressen gerne Fleisch und verfolgen und ergreifen alles, was klein ist und sich in ihrer Nahe bewegt. Insbesondere die grosen ♂♂ uberfallen kleinere Artgenossen und fressen sie ganz oder deren autotomierte Beine. 9 Vor allem kleine und mittelgrose Tiere halten sich bevorzugt in einer Gruppe mit gleich grosen Artgenossen auf und sind meistens alle gleich orientiert. 10 In vielfaltigen Situationen beruhren die Krabben einander mit den Laufbeinen und erteilen dabei anscheinend mechanische und eventuell chemische Signale. Eine kleine Krabbe kann wohl durch seitliches Betasten einen drohenden Angriff eines grosen Artgenossen abwenden. 11 Kraftproben zwischen ♂♂ werden meist durch einen Kommentkampf entschieden, in dem drei deutlich unterscheidbare Ausdrucksbewegungen auftreten konnen. 12 Bei ungenugender optischer Kontrolle der Umgebung oder auf der Flucht zeigen die Krabben spezielle Abwehrbewegungen. 13 In der ersten Phase der Balz verfolgt das imponierende ♂ das ♀, in der zweiten folgt das ♂ dem langsam zuruckweichenden, weiter imponierenden ♂ und betastet es. Dann kann es zur Kopulation kommen. Kleine ♂♂ versuchen zuweilen, mit gleich grosen und grosren ♀♀ zu kopulieren, ohne das ein Balzspiel vorangegangen ist. 14 In bestimmten Situationen spritzen die Krabben Wasserfontanen aus kleinen beweglichen Dusen gezielt auf Artgenossen oder auch spontan geradeaus von sich weg; die Dusen sitzen an den Basen der zweiten Antennen. 15 Beim normalen langsamen Gehen fuhrt G. grapsus oft die leere Schere vom Boden zum Mund. Das ♂ zeigt solches „Scheinfressen” auch bei der Kopula. 16 Ruhig sitzende Tiere sieht man zuweilen die Laufbeine aneinander reiben. Zusatzlich hullen sie manchmal die Unterseite ihres Korpers und die Peraeopoden in Schaum ein, der aus den frontalen Offnungen der Kiemenhohlen tritt. Beides durften Reinigungshandlungen sein.
Cómo citar
Peter Krämer (1967). [Observations on the biology and the behavior of the rock crab Grapsus grapsus L. (Brachyura grapsidae) on the Galapagos Islands and the mainland of Ecuador]..